Ich beziehe mich auf eine aktuelle Pressemitteilung der melango.de GmbH und auf eigene Erfahrungen im Wareneinkauf während der Weltwirtschaftskrise.
“Eigentlich ist es sehr traurig”
Das passt wie die Faust aufs Auge! Die melango.de GmbH schreibt in einer aktuellen Pressemitteilung:
Die Wirtschaftskrise zwingt immer mehr Unternehmen in die Knie. So ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in den vergangenen Monaten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in die Höhe geschnellt. Allein im Monat August mussten 2.619 weitere Unternehmen den Weg in die Insolvenz antreten.
Aber es kommt noch schlimmer:
Experten sehen das Schlimmste aber noch lange nicht überstanden: Sie verweisen darauf, dass die Zahl der Firmenpleiten erfahrungsgemäß am Ende einer Krise – sprich: kurz vor dem kommenden Aufschwung – rapide ansteigt.
Und so ist es wirklich:
Des einen Leid, des anderen Freud: Denn der B2B-Handel im Internet profitiert von der Schieflage, in die Zigtausende deutsche Unternehmen geraten sind.
Leider, oder doch nicht?
Ich habe über einen Großhändler und zwei kleine Geschäfte auf der Handelsplattform melango.de eine komplette Geschäftsauflösung und 2 Postenangebote aus einer Insolvenz, beziehungsweise bevorstehenden Insolvenz gekauft.
Einkaufspreise unter dem ehemaligen Händlereinkaufspreis
Alles was Geld bringt wird verscheuert: Gekauft habe ich 3 iMacs (Wert: 3.200 €) gekauft für 550 €, eine Geschäftsausstattung (Wert 75.000 €) gekauft für 3.500 € und diverse Postenware (Wert über 100.000 €) gekauft für nicht mal 7.000 €.
Unglaublich? Ist aber so!
Ich bin seit 19 Jahren Selbständig und kenne mich am Markt sehr gut aus. Sicherlich habe ich in den vielen Jahren meienr Selbständigkeit das eine oder andere Schnäppchen gemacht oder hier und da einen Posten aus Insolvenz gekauft. Denn Pleiten, Pech und Pannen gab es schon immer!
Seit Anfang der Finanzkrise sind die Preise so richtig im Keller!
Immer mehr kleine Gewerbetreibende geben auf. Ebay Händler räumen wegen diversen Abmahnwellen und übertriebenen Mitbewerber-Streitigkeiten für einpaar Euros die Lager. Meistens haben die kleinen Ebay Händler nicht einmal einen Geschäftsraum, sondern handeln von zuhause aus. Das Lager befindet sich meisten im Keller oder im Nebenzimmer.
Übertriebene Abmahngebühren und Verluste wegen zu niedriger Nachfrage sind bei den kleinen nicht einkalkuliert. Und die großen können die teuren Lagerflächen nicht mehr bezahlen! Ein Hersteller der eine 10.000qm große Lagerhalle vollstehen hat, wird sich dreimal überlegen, ob er die Ware nicht innerhalb weniger Tage auch unter dem Herstellungspreis verscheuert!
Und so ist es eben auch. Beobachten Sie – so wie ich – den Markt genau! In der jetztigen Zeit kann ein Einkäufer von Rest- und Sonderposten, beziehungsweise Konkurs- und Insolvenzwaren nur gewinnen!
Also, wenn das noch nicht das Ende sein soll, dann Prost-Mahlzeit!