Vor 12 Monaten, habe ich mich selbständig mit einem Computergeschäft gemacht. Ich musste ganz schön Mut fassen, um diesen Schritt zu schaffen. Man hört ja einiges über gescheiterte Existenzen im Einzelhandel. Meine Idee vom Hobby zum Beruf zu machen, habe ich bis heute nicht bereut. Aber ich schildere nun meine Erfolgsgeschichte im einzelnen. Viel Spaß beim lesen.
Bei der Planung, wusste ich genau, dass ich mit Hardware kaum Geld verdienen kann. Deswegen musste ich mein Dienstleistungsangebot ausdehnen und habe erst einmal eine Marktanalyse vorgenommen.
Zu allerst besuchte ich viele Firmen und bot ihnen einen günstigen Support, für ihre IT Einrichtungen an. Nach einen interessierten Gesprächen, wusste ich, der Markt ist da. Da dies aber quasi auf Abruf basiert, kann man nie sicher sein, dass überhaupt im nächsten Monat Aufträge herein kommen. Deswegen möchte ich mich auch auf ein weiteres Geschäftsfeld konzentrieren. Dem Online Handel.
Zu aller erst habe ich natürlich eine Schulung für die Existenzgründung besucht. Des weiteren habe ich mich bei der IHK informiert und ebenfalls beim Arbeitsamt 3-4 Unterlagen mitgenommen, wo auch hilfreiche Tipps dort standen. Da ich mich mit Steuern überhaupt nicht aus kannte, musste ich mich zu diesem Thema besonders informieren. Deswegen habe ich mir ein Buch darüber gekauft. Es hat mir den nötigen Einstieg in diese Thematik gegeben. Bei der Schulung, kam der Unternehmensberater zur Sprache. Ich möchte aber darauf verzichten und die Planung alleine durchführen – auch wegen den Kosten.
Erst einmal müssen passendes Geschäftsräume gefunden werden. Hier sollte man auch darauf achten, wieviel Konkurenz im Umfeld ist. Ein weiteres Geschäft, gleich neben an, macht sich selten gut. Hier spielt natürlich auch der Preis für die Miete eine Rolle. Man sollte anfangs nicht zu hoch pokern. Bleibt das Geld aus, gibts Probleme mit der Miete.
Jetzt stellte sich die Frage, wo bekommt man eigentlich günstig Waren her? Im Vorfeld hatte ich mich schon über Franchise informiert und ich kam zu dem Entschluss, dass die Zwänge von so einem Geschäftsmodell viel zu hoch für mich sind. Es fängt bei Werbungskosten an und hört bei Abnahmen auf. Dieser Schritt sollte wirklich wohl überlegt sein! Ein weiteres durchforsten des Internet über Google, fand ich viele Handelsplatformen. Eine davon war melango.de die mich von den Preisen her begeisterte. Mit Sonderposten und von B Waren, hatte ich absolut keine Ahnung. Deswegen rief ich mal bei melango an und habe es mir erklären lassen. Ich meldete mich schnell an und beglich erst einmal meine Rechnung. Danach bestellte ich 5 Restposten aus der Kategorie Computer. Ich wartete sehnsüchtig auf die bestellte Ware und derweile räumte ich die Möbel in mein neues Geschäft ein, dass ich nun auch gefunden hatte. Nach ein paar Malerarbeiten und dekorieren des Schaufensters, kam nun auch endlich meine verkaufsfähige Ware. Diese Restposten, waren aber nur zum Schnäppchen anlocken der Kunden gedacht. Ich brauchte auf jeden Fall noch einen festen Lieferanten, der mit den Preisen, auf dem Boden bleibt.
Franchise war für mich nicht regelbar und daher kam ich dazu, mich als Einzelkämpfer durchzuschlagen. Ich legte mir einen normalen Gewerbeschein zu und nahm die Kleinunternehmerklausel in Anspruch. Dies verschaffte mir einen steuerfreien Betrag von rund 17500 Euro. Dadurch war ich auch gut konkurenzfähig mit meinen Preisen.
Das Geschäft lief jetzt schon einen Monat lang. Die ersten Tage, war absolut gar nichts los, ich hatte schon geringste Zweifel, nur dann bekam ich ein paar Aufträge, aus dem naheliegenden Betrieben. Es waren zwar nur kleine Arbeiten wie Virenscanner installieren, Windows XP einzurichten und der gleichen, aber es brachte gutes Geld in die Kasse. In meinem Laden, der jetzt ein paar Besucher mehr am Tag hat, hatte ich einen Studenten eingestellt. Da ich überwiegend unterwegs war, um Service Arbeiten durchzuführen, stand da natürlich mein Laden leer.
Meine Arbeitszeit beginnt von 8 Uhr morgens bis manchmal 1-2 Uhr frühs. Es ist harte Arbeit, aber ich bin fest davon überzeugt, wenn der Laden richtig gut läuft, dann wird es auch für mich leichter. Ohne Arbeit kommt nichts!
Bis heute, bin ich immer noch auf der Suche nach günstigen Restposten. Täglich schaue ich bei melango rein, um die Angebote durchzugrasen. Manchmal finde ich ein gutes Angebot für mich und bestelle es auch gleich. Die Lieferzeit mancher Händler, könnte echt verbessert werden, aber zu den Preisen, will man sich nicht beschweren..
Das Geschäft lief also bis jetzt gut. Ab dem vierten Monat, kam ein Umsatzeinbruch und ich hatte echt Probleme, die Miete und für mich den Lebensunterhalt zu finanzieren. Ich fuhr also wieder rum und versuchte Firmen meine Dienstleistung “aufzudrängeln”. Manchmal hatte ich es so billig gemacht, dass ich unzählige Stunden daran saß und es sich kaum rendierte. Hauptsache die Miete ist bezahlt und keine Schulden!
Warum lief mein Geschäft jetzt auf einmal so schlecht? Ganz im Trubel und ohne ordentliche Vorbereitung eines Geschäftsmodells, wie ichs eigentlich auf dieser Schulung gelernt habe, vergaß ich meinen online Shop. Ich listete noch einmal alles auf, was ich benötige und überhaupt anbieten möchte.
Ich mietete mir einen Virtual Server und installierte xt:commerce. Dort biete ich nun meine gekauften Sonderposten auch an und ich habe viele eBay Auktionen. In der lokalen Zeitung, buche ich nun oft Werbung, verteile Flyer und biete kostenlose Beratungen für den Heimcomputer an. Der online Handel, hatte mich vollkommend gerettet und ich bin froh, dass ich es geschafft habe, aus diesem Loch wieder heraus zu kommen. Der online Verkauf von Sonderposten, lohnt sich echt. Die Leute wollen sparen und das merkt man auch an den Verkäufen. Günstig siegt, nur muss man hier auch auf Masse machen, sonst funktioniert das absolut nicht. Aber das tolle an diesem “Restposten Modell” ist, dass man als günstiger Anbieter glänzen kann und somit auch viele zufriedene Kunden gewinnt.
Begonnen habe ich mit 8600 Euro. Davon habe ich für 4300 Euro Restposten gekauft und heute bestelle ich immer noch regelmäßig die Restposten unter Melango.de – ich bin völlig happy mit diesem Geschäftszweig und kann es zum nachahmen nur empfehlen – nur nicht in Leipzig.
Mein Fazit hier zu ist:
Die Selbständigkeit ist nicht voll kommend einfach und man sollte es nicht so chaotisch wie ich starten. Man sollte genau überlegen wo und wie man etwas macht und ob man es überhaupt schafft.
Ich bin mit Melango zufrieden und werde auch weiterhin dort Restposten von Computer, Notebooks und der Gleichen kaufen. Der Handel ist sicher und mein Geld kommt nicht weg!
Vielen Dank fürs lesen und ich hoffe, Ihnen wird es auch gelingen – wie mir!